Die Barsoizucht von Astrachan

Es begann mit Arasco!

Im Jahr 1972 habe ich auf der Weltsiegerschau in Dortmund meinen Collierüden ausgestellt. Da erblickte ich einen herrlichen, großen Hund, den Barsoirüden Mumtaz Mahal´s Hoggay (der übrigens auch den Weltsiegertitel holte!). Es war Liebe zu Barsois auf den ersten Blick.

Allerdings, die Anschaffung eines zweiten Hundes, eines Barsois, blieb - wegen ungünstiger Lebensumstände - noch längere Zeit nur ein Wunschtraum. Erst 1977 erhielt ich einen Enkel Hoggays, den Rüden Arasco von Borodin und wenig später die Hündin Beronja von Donskaja. 1982 fiel aus dieser Verbindung mein A-Wurf, aus dem ich, die später sehr erfolgreichen Welpen Aljushin und Aljenka behalten habe.

Der berühmte Rüde Xagor von Wergei hat sein substanzvolles Erscheinungsbild in fünfter Generation auf den Rüden Arasco weiter vererbt. Hinzu kam der Adel der Berglandlinie aus der Richtung von Falstaff v. Bergland in die Hündin Beronja. Im A-Wurf vereinigten sich alle diese herrlichen Eigenschaften zu einem Guß. Die später ausgewachsenen Hunde verkörperten mein Zuchtziel: gute Größe, Substanz, Adel, üppiges Wellhaar, Selbstbewusstsein, Leistungsbereitschaft, gepaart mit gutem Wesen. Noch nie hat sich ein Astrachan-Barsoi im Ausstellungsring ängstlich oder nervös gezeigt.

Eltern des B-Wurfes waren 1985 Roman aus dem Zarenreich mit Aljenka von Astrachan (aus dem besonders die Rennhündin Baruschka hervorzuheben ist) und des C-Wurfes 1987 Arasco von Astrachan mit Calinka von Donskaja (eine Tochter von Aljushin). Aus diesem 1/1-Wurf errang Crazina das Deutsche Championat.

Dieser mittlerweile gefestigten Linienzucht wurde 1989 durch die Paarung von Aljushin mit Anuschka von Nikolaijevitsch (aus der Richtung Larisova, v. Oranje, St. Mauritius und a.d. Taiga) teilweise neues Blut zugeführt. Der Versuch wurde von Erfolg gekrönt: der D-Wurf mit Djalaika, Ducharovna, Dariloff und Daron hat die bisher erfolgreichsten Barsois der Astrachan-Zucht hervorgebracht.

Meinen G-Wurf habe ich auf meinen Rüden, Chaconne v. Prisca, der dem "Urvater" aller bisherigen Astrachan-Barsois, Aljushin, am ähnlichsten ist, und auf die weiß-schwarze substanzvolle Hündin, Fenuschenka v. Astrachan, aufgebaut.

Übrigens: Die Zuchtstätte "von Astrachan" hat bisher eine Europasiegerin, einen Bundessieger, einen Europajugendsieger, zwei Bundesjugendsieger, einen Verbandssieger, zwei Internationale Champions, sechs deutsche Champions, einen Luxemburgischen Champion, sechs VDH-Champions, viele Landessieger, 3 Landesrennsieger, einen Champion für Schönheit und Rennleistung, sowie etliche Auszeichnungen für Schönheit und Leistung hervorgebracht. Außerdem erhielten meine Barsois jeweils einmal die Prädikate "Best-in-Show" und "Jugend-best-in-Show". Im Jahre 1993 stand eine Astrachan-Hündin an der Spitze der DWZRV-Topliste. Die gleiche Hündin hat auch das für Barsois ungewöhnliche VDH-Prädikat "Begleithund" erworben.

 

Mein Ziel ist es, diesen Schönheits- und Leistungstyp weiterhin zu züchten und mein Wunsch wird es immer sein, mein Leben mit dieser herrlichen Hunderasse zu teilen.

 

von Ilona Kromrei

 

 

 

 

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